Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar – Fotoausstellung von Olaf Eybe am Holocaust-Gedenktag 27. Januar

Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar
Fotoausstellung von Olaf Eybe am Holocaust-Gedenktag  27. Januar

            

Am 27. Januar wird weltweit an den Massenmord an Juden und anderen Opfern des Nationalsozialismus erinnert. Diesen Tag hat der Essener Fotograf und Texter Olaf Eybe bewusst für die Eröffnung seiner Ausstellung ausgewählt. Unter dem Titel „Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar“ zeigt er in der Essener Theater­passage (Rathenaustr. 2) ab 17.00 Uhr im „klasse:Raum“ Fotos von Orten, an denen die Nationalsozialisten Menschen in großer Zahl ermordeten. Veranstalter, der vom Kulturbüro der Stadt Essen geförderten Ausstellung, ist der Verein „Kreative Klasse e.V. – Berufsverband Ruhr“. Musikalische Akzente bei der Vernissage setzt das deutsch-polnische Duo kzrme.

Eine Erschießungswand in Nahaufnahme, Details von Warnschildern oder Ausschnitte von Denkmälern – Eybes Fotos wollen weder vordergründig schockieren noch informieren. „Ich möchte ästhetische Anstöße geben, sich mit dem Thema Erinnerungskultur zu befassen.“ 2015 war der Fotograf für mehrere Tage auf dem Komplex des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau unterwegs. „Auschwitz ist eigentlich totfotografiert“, so seine These: „Allein im letzten Jahr waren mehr als eine Million Menschen dort und haben jeden Wachturm aus jedem Winkel fotografiert. Aber dennoch ist es wichtig, das Thema immer wieder in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.“ Jeder kennt das Eingangstor des Stammlagers mit dem perfiden Spruch „Arbeit macht frei“. Aber Olaf Eybe beschreitet seinen eigenen fotografischen Weg. Er geht nah an „die Dinge“ heran, um ihnen „auf den Grund zu gehen“.