Energie zum Hören: Audio-Stadtrundgang durch Essens Norden

Audio-Stadtrundgang durch Essens Norden: Energie zum Hören

Was ist graue Energie? Warum lohnt es sich Dächer und Fassaden zu begrünen? Wie vermeide ich Plastikmüll? Wer lernen möchte, Energie zu sparen und nachhaltiger zu leben, läuft ab dem 23. März samt Smartphone und Kopfhörern auf dem „Energywalk“ durch Essen. Konzipiert wurde der neue Audio-Stadtrundgang an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Wie lässt sich Nachhaltigkeit in Essens nördlicher Innenstadt am besten entdecken? Das fragten sich Studierende in einem fachübergreifenden Praxisseminar am Institut für Optionale Studien (IOS). Gemeinsam mit ihren Dozenten entwickelten sie sieben Audio-Stationen. Wer den Weg abläuft, kann per Smartphone Energietipps abrufen, die sich hinter QR-Codes an verschiedenen Geschäften verbergen.

Wo die Stationen sind und welche Themen sie behandeln, wird bei der Eröffnung des „Energywalk“ am 23. März ab 17 Uhr am Freiraum Weberplatz und im Internet unter www.stadtwandeln.de/essen verraten. Neben der UDE beteiligen sich die Stadt Essen, das Projekt Climate Active Neighbourhoods und die Initiative für Nachhaltigkeit e.V. am Rundweg, der mindestens ein Jahr zur Verfügung stehen soll.

Weitere Informationen:https://www.freiraum-weberplatz.de britta.acksel@initiative-fuer-nachhaltigkeit.de

Sabine Dittrich, Institut für Optionale Studien IOS, Tel.: 0201/183-2221, studium-liberale@uni-due.de

Mit der EMG durch den Bezirk I

Die Tourenreihe „Entdecke deine Stadt“ wird fortgesetzt – nach drei Jahren Pause geht ein touristischer Bestseller in die nächste Runde:
Mit der Fahrt durch den Bezirk I startet am Samstag, 31. März 2018, die
Tourenreihe „Entdecke deine Stadt“ für dieses Jahr. Dabei wird pro Monat
einer der neun Essener Stadtbezirke ins Visier genommen. Bei der ersten Tour erfahren die Teilnehmer in rund drei Stunden allerlei Spannendes und
Historisches rund um den Bezirk I und die zugehörigen Stadtteile Stadtkern,
Nordviertel, Ostviertel, Südviertel, Südostviertel, Westviertel, Frillendorf und
Huttrop. Los geht es um 10.30 Uhr am Bushalteplatz vor dem Haus der Technik. Tickets sind für 18 Euro in der EMG-Touristikzentrale, Am Hauptbahnhof 2, erhältlich. Kinder und Jugendliche bis zu 14 Jahren zahlen 12 Euro. Wer möchte, kann die Tickets vorab per Mail unter touristikzentrale@essen.de sowie unter der Servicenummer 0201 88 72333 reservieren.

Informationen zu weiteren Thementouren, Rundgängen, Stadtrundfahrten
und Radtouren gibt es unter www.visitessen.de sowie telefonisch.

 

Neuer Beigeordneter tritt sein Amt an

Oberbürgermeister Thomas Kufen überreicht die Berufungsurkunde an Muchtar Al Ghusain.

Am 13. Dezember 2017 wählte der Rat der Stadt Essen Muchtar Al Ghusain zum neuen Beigeordneten der Stadt Essen für die Bereiche Jugend, Bildung und Kultur. Im Rahmen der regelmäßigen Sitzung des Verwaltungsvorstandes überreichte Oberbürgermeister Thomas Kufen ihm am Dienstagmorgen (6.3.) die Berufungsurkunde. Muchtar Al Ghusain tritt die Nachfolge von Andreas Bomheuer an, der zum 31. Dezember in den Ruhestand trat.

Der neue Beigeordnete studierte in Würzburg und Hamburg Musik und Kulturmanagement und war anschließend sowohl als Kulturamtsleiter in Schwäbisch Gmünd als auch als Referent im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur tätig. Zuletzt war der Kulturpolitiker seit 2006 Kultur-, Schul- und Sportreferent der Stadt Würzburg.

Nachbarschaft im Ruhrtropolis

Gut 60 Menschen waren gekommen, der Gastraum im früheren Hotel und Restaurant “Zum Deutschen Haus” an der Kastanienallee war rappelvoll mit Menschen aus den Kastanienhöfen, aus der Grünen Mitte, aus den umliegenden Straßen, aus Frohnhausen, aus dem Südviertel, aus der Weststadt und aus dem Nordviertel. Das GOP war vertreten, die Altstadtgemeinde, der Club Aktiv, die Immobilien- und Standortgemeinschaft ISG, das Nachbarschaftsportal nextdoor, die Gemeindecaritas von St. Gertrud, das Anneliese-Brost-Zentrum, das DRK, die Freie Evangelische Gemeinde Stadtmitte, das Geku-Haus, die Caritas, das Kulturbüro der Stadt u.a. Viele von ihnen kennen das Haus seit langen Jahren, waren Stammgäste im Restaurant, der eine oder andere hat gar mitgebaut z.B. als Maurer. Die meisten waren natürlich neugierig darauf, was Feli Püttmann & Co aus dem “Deutschen Haus” gemacht haben bzw. noch machen wollen: “Hier hat sich ja nichts verändert” war eine häufige Reaktion beim Betreten des Gastraumes. Stimmt auf den ersten Blick ja auch – aber als Feli Püttmann dann gegen acht Uhr mit uns den ersten Gang durchs Haus machte, waren alle beeindruckt von den schon renovierten Zimmern in den Obergeschossen, vom Gruppenraum im Keller usw. Schon jetzt sind etliche der renovierten Zimmer vermietet z.B. an MitarbeiterInnen von Essen.On.Ice oder an Messegäste. Dass an der Fassade des Hauses die Leuchtschrift “Zum Deutschen Haus” fehlt, fällt vielen gar nicht auf, da sie in den vierzig Jahren, die sie täglich leuchtete, kräftige Spuren im Putz hinterlassen hat. Feli Püttmann kündigte an, dass die Fassade demnächst mit großflächigen Wandbildern gestaltet wird und dass natürlich der Name “Ruhrtropolis” auch erscheinen wird. Genauso kündigte sie an, dass im Mai die Bar “Felis” aus der Mechtildisstraße hierhin verlegt wird und dass es dann am neuen Ort weiterhin das Sprachcafé geben wird, Musiksessions usw. – und natürlich ein Restaurant, für das der Koch bereits engagiert ist.
Der Austausch unter den Gästen war nach einer lebhaften Vorstellungsrunde sehr intensiv – und die leckeren Suppen von Maria Püttmann trugen dazu bei, dass alle den Abend sehr anregend, informativ und ermutigend fanden: Das Hostel Ruhrtropolis ist eine weiterer Lichtblick für die nördliche Innenstadt!

ESSEN.ALTSTADT.ANSICHTEN. – Tourentermine im März

Geschichts-, Stadt- und Architekturinteressierte haben im März vier Mal die
Gelegenheit, an dem medialen Rundgang ESSEN.ALTSTADT.ANSICHTEN. der
EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) teilzunehmen, bevor sich dieser in eine
jahreszeitenbedingte Pause verabschiedet. Am 2., 9., 16. und 23. März macht
ein Beamer die mittelalterliche bis frühneuzeitliche Essener Altstadt wieder
sichtbar, indem er historische Fotografien von zerstörten oder abgerissenen
Gebäuden der vergangenen Essener Altstadt an die Fassaden der Häuser
projiziert, die heute an ihren Standorten stehen. Dabei liegt das
Hauptaugenmerk auf dem nördlichen Teil der City, da dort während des
Zweiten Weltkriegs nahezu die gesamte Architektur dem Erdboden gleich
gemacht wurde. Da für die Projektion Dunkelheit notwendig ist und die EMG
die Touren nicht zu nachtschlafender Zeit anbieten möchte, pausiert der
Rundgang in den Frühlings- und Sommermonaten. Weiter geht es am 5.
Oktober 2018. Kooperationspartner von ESSEN.ALTSTADT.ANSICHTEN. sind
das Unperfekthaus und die Allbau GmbH.
Die rund 1,5-stündigen Führungen starten vor dem Café Konsumreform an
der Viehofer Straße 31. Die ersten drei Touren am 2., 9. und 16. März
beginnen um 19.30 Uhr, der Rundgang am 23. März um 19.45 Uhr. Karten
sind für 15 Euro in der EMG-Touristikzentrale, Am Hauptbahnhof 2,
erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren zahlen elf Euro. Zudem
können die Tickets auch vorab per Mail unter touristikzentrale@essen.de
sowie unter der Servicenummer 0201 88 72333 reserviert werden.
Informationen zu weiteren Rundgängen, Thementouren, Stadtrundfahrten
und Radtouren gibt es unter www.visitessen.de sowie telefonisch unter 0201
88 72333.

 

 

Streiten, aber richtig – Reinhard Wiesemann stiftet S.E.N.N.S.-Award für fairen Umgang miteinander

Der Preis wird im April in der Kreuzeskirche verliehen.
Hatespeech, Fake News, Trolling, Beschimpfungen im sozialen Netz – die schwindende Bereitschaft, sich auf die Meinung des anderen einzulassen, zuzuhören und „richtig“ zu streiten, war eines der Megathemen des letzten Jahres. Jetzt engagiert sich der Essener Kreativunternehmer Reinhard Wiesemann mit einem eigens gestifteten Preis für die Rückkehr der Streitkultur. Der Award mit dem sperrigen Namen „S.E.N.S.S.-Award“ (das steht für „Seid euch nicht so sicher“) ist mit 20.000 € ausgestattet und wird im April dieses Jahres bei einem Festakt in der Kreuzeskirche Essen verliehen.
Noch bis Ende Januar kann jeder, dem das zivilisierte Streiten, das die Meinung des Anderen achtet, am Herzen liegt, Initiativen, Vereine, Firmen und Einzelpersonen nominieren, die sich für die Streitkultur einsetzen. Bis jetzt sind auf der Website des Awards schon zahlreiche Einsendungen eingetroffen, die eine enorme Bandbreite an Nominierten abdecken – von der ehrwürdigen Wochenzeitung DIE ZEIT bis zur Café-Besitzerin aus Wuppertal, einer Demokratie-Initiative aus Köln oder der Vereinigung von Debattierclubs anHochschulen, die faires Streiten mit Studenten regelrecht trainieren. Ebenfalls nominiert: ein Mitglied der Essener Stadtspitze. Ein Einsender hat es für seinen fairen, toleranten und ausgleichenden Umgang mit unterschiedlichen Meinungen vorgeschlagen.
Ausgewählt werden die drei Preisträger (10.000 €, 6.000 € und 4.000 €) von einer Jury, die ebenso breit gefächert ist wie die Nominierungen. Ihr gehören Vertreter aller Religionen an auch wie der sozial engagierte Unternehmer Freddy Fischer, Sicherheitsunternehmer Mohammed Issa, Skeptiker und Hochschullehrer. Ob das Ratsmitglied Essens gewinnt oder vielleicht doch die Café-Besitzerin, bleibt aber bis zur Preisverleihung im April geheim.

Wenn Sie jetzt auch jemand für den S.E.N.S.S:-Award nominieren möchten: Unter www.streitkultur-award.de finden Sie nicht nur alles Nähere zum Preis, sondern auch die
Mailadresse von Reinhard Wiesemann.

Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar – Fotoausstellung von Olaf Eybe am Holocaust-Gedenktag 27. Januar

Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar
Fotoausstellung von Olaf Eybe am Holocaust-Gedenktag  27. Januar

            

Am 27. Januar wird weltweit an den Massenmord an Juden und anderen Opfern des Nationalsozialismus erinnert. Diesen Tag hat der Essener Fotograf und Texter Olaf Eybe bewusst für die Eröffnung seiner Ausstellung ausgewählt. Unter dem Titel „Orte der Erinnerung: Auschwitz – Babyn Jar“ zeigt er in der Essener Theater­passage (Rathenaustr. 2) ab 17.00 Uhr im „klasse:Raum“ Fotos von Orten, an denen die Nationalsozialisten Menschen in großer Zahl ermordeten. Veranstalter, der vom Kulturbüro der Stadt Essen geförderten Ausstellung, ist der Verein „Kreative Klasse e.V. – Berufsverband Ruhr“. Musikalische Akzente bei der Vernissage setzt das deutsch-polnische Duo kzrme.

Eine Erschießungswand in Nahaufnahme, Details von Warnschildern oder Ausschnitte von Denkmälern – Eybes Fotos wollen weder vordergründig schockieren noch informieren. „Ich möchte ästhetische Anstöße geben, sich mit dem Thema Erinnerungskultur zu befassen.“ 2015 war der Fotograf für mehrere Tage auf dem Komplex des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau unterwegs. „Auschwitz ist eigentlich totfotografiert“, so seine These: „Allein im letzten Jahr waren mehr als eine Million Menschen dort und haben jeden Wachturm aus jedem Winkel fotografiert. Aber dennoch ist es wichtig, das Thema immer wieder in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.“ Jeder kennt das Eingangstor des Stammlagers mit dem perfiden Spruch „Arbeit macht frei“. Aber Olaf Eybe beschreitet seinen eigenen fotografischen Weg. Er geht nah an „die Dinge“ heran, um ihnen „auf den Grund zu gehen“.